Anti Defamation Forum
May 19, 2012, 09:34:31 pm *
Welcome, Guest. Please login or register.
Did you miss your activation email?

Login with username, password and session length
News:
 
   Home   Help Calendar Login Register  
Pages: 1 ... 3 4 [5] 6 7
  Print  
Author Topic: Sarrazin, Broder und Giordano  (Read 6366 times)
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #60 on: September 03, 2010, 12:40:27 pm »

Quote
Merkel bezeichnet in "Hürriyet" Sarrazin-Thesen als "Unsinn"

Istanbul/Berlin — Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Türken in Deutschland und der Türkei gegenüber deutlich gemacht, dass sie die umstrittenen Thesen von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD) zur Integration ablehnt. Sarrazins Argument, Deutschland werde durch türkische und andere muslimische Einwanderer dümmer, sei "Unsinn", sagte Merkel der türkischen Zeitung "Hürriyet". Sie könne Sarrazins Äußerungen nicht akzeptieren. "Sie wirken ausgrenzend. Ganze Gruppen in unserer Gesellschaft fühlen sich dadurch verletzt."
Die türkische Öffentlichkeit hatte die deutsche Debatte über Sarrazin in den vergangenen Wochen aufmerksam verfolgt. In türkischen Zeitungen wird der ehemalige Berliner Finanzsenator häufig als "Rassist" bezeichnet. Merkel sagte, das Thema Integration sei eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. "Wir müssen es sachlich diskutieren und dürfen nicht Abneigung und Widerwillen wecken. Das erschwert die Integration anstatt sie zu fördern."
Merkel sagte, es gebe in Deutschland viele Beispiele für gelungene Integration, es gebe aber auch weiterhin Probleme. Deshalb müsse noch mehr getan werden als bisher. "Dies bedeutet Bildung, Bildung und nochmal Bildung", sagte Merkel. So gebe es in den Berliner Bezirken Kreuzberg, Wedding oder Neukölln viele Menschen ausländischer Herkunft, die etwas aus ihrem Leben in Deutschland machen. "Wenn man ehrlich ist, sieht man dort aber auch vieles, das zeigt: Wir haben in der Bildungs- und Sozialpolitik noch einen langen Weg vor uns."

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g1l25aXg4JzSt5eDYGoEgQAASDaA
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #61 on: September 03, 2010, 12:44:38 pm »

Quote
Die Selbstgerechten steinigen den Sündenbock Sarrazin

Sollte die Kanzlerin Bücher beurteilen? Henryk M. Broder meint, diejenigen, die über Sarrazin herfallen, tun es, weil er im Prinzip Recht hat. [/quote

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9372249/Die-Selbstgerechten-steinigen-den-Suendenbock-Sarrazin.html
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
Lt. Aldo Raine
Stammuser
Hero Member
*
Posts: 877


roughneck business!!!


WWW
« Reply #62 on: September 03, 2010, 10:52:25 pm »

one more?: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1128788/Sarrazins-Spiel-mit-der-Auslaenderangst
i don't really understand, why broder - as he suggests in the telecast as well - thinks that friedman is just an asshole though...
« Last Edit: September 04, 2010, 01:15:24 am by Lt. Aldo Raine » Logged

"DONNY!...We got a German here who wants to die for his country. Oblige him!"
Dorfi
Stammuser
Hero Member
*
Posts: 1626



« Reply #63 on: September 06, 2010, 01:04:04 pm »

so mal eine these, die es wert ist zu lesen:

http://www.wadinet.de/blog/?p=2982
Logged
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #64 on: September 06, 2010, 06:11:44 pm »

Amazon search - "Thilo T shirt"


Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #65 on: September 06, 2010, 06:24:38 pm »

Quote
Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin soll wegen der Thesen seines umstrittenen Buches "Deutschland schafft sich ab" aus der SPD ausgeschlossen werden. Die Entscheidung für ein eigenes Parteiordnungsverfahren sei mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefallen, teilte der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller mit. Es gehe nicht darum, eine kritische Debatte zur Integration zu unterdrücken, betonte Müller. Vielmehr habe Sarrazin mit seinen Äußerungen einen Punkt überschritten und gegen Grundsätze der Sozialdemokratie verstoßen.

Die SPD-Spitze um Parteichef Sigmar Gabriel hatte sich schon vergangene Woche für Sarrazins Ausschluss ausgesprochen. Das letzte Parteiordnungsverfahren, das Sarrazin im März überstand, dauerte rund fünf Monate. Das Schiedsgericht von Sarrazins Berliner Ortsverband Charlottenburg-Wilmersdorf hatte gegen einen Ausschluss votiert. Bundesbank-Vorstand Sarrazin war wegen seiner umstrittenen Thesen zur Integration von Einwanderern in die Kritik geraten.

Hamburgs ehemaliger SPD-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hat angekündigt, das Bundesbank-Vorstandsmitglied Sarrazin vor dem SPD-Schiedsgericht verteidigen zu wollen. "Darüber rede ich zuerst mit Herrn Dohnanyi", hatte Sarrazin am Morgen bei einer Podiusmdiskussion auf die Frage geantwortet, wie er denn mit dem Angebot umgehen werde. Von Dohnanyi sagte Morgenpost Online: "Ich rate dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, Sarrazin anzuhören und in der Anhörung festzustellen, dass man sich gegenseitig missverstanden hat."

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1390881/Berliner-SPD-beschliesst-Sarrazins-Partei-Rauswurf.html
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #66 on: September 08, 2010, 08:33:00 am »

Quote
  Von beiden Seiten des Atlantiks bin ich gebeten worden, mich als Verfasser der von Thilo Sarrazin zitierten Studie zu äußern. Anscheinend hat er meine Arbeit “Abrahams Kinder im Zeitalter der Genetik” als wissenschaftliche Basis für seine Anmerkungen genommen. Ich habe das Buch von Herrn Sarrazin nicht gelesen und auch nicht persönlich mit ihm gesprochen. Daher ist es schwer für mich, die Validität seiner Argumente in ihrer Gesamtheit zu beurteilen. Ich habe jedoch Auszüge und Äußerungen in der Presse gesehen, die auf eine Verzerrung der Studienergebnisse hindeuten.

http://www.theeuropean.de/harry-ostrer/4233-streit-um-sarrazin

Quote
Die parteiinterne Diskussion um Thesen und einen möglichen Parteiausschluss ihres umstrittenen Mitgliedes Thilo Sarrazin lässt die SPD in der Wählerzustimmung fallen. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage für den "Stern" und RTL verlieren die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche 2 Punkte und kommen damit nur noch auf 25 Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert seit Mitte Mai.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article9470658/Sarrazin-Debatte-SPD-faellt-auf-Vier-Monats-Tief.html

Quote
In extracts from an interview with the German news weekly Focus released on Saturday ahead of publication, Bundesbank board member Thilo Sarrazin likened a wave of criticism of him to a "political show trial."

He said if German President Christian Wulff approved his sacking in the next few days, the decision would be overturned by the justice system.

The president will have to consider carefully whether he "wants to see this political show trial to its end, and then see (his decision) thrown out by the courts," Sarrazin said.

http://www.haaretz.com/news/international/german-banker-sacked-for-making-jewish-gene-remark-threatens-litigation-1.312168

Quote
One-in-five Germans say they would vote for a party headed by banker Thilo Sarrazin who has polarised the country with his book on Muslims and immigration.
Despite the best efforts of mainstream politicians to demonise the Bundesbank board member he has struck a disturbing chord among his countrymen with a message that Germany is 'dumbing down' due to  immigration.
As the country‘s central bank prepares to fire him - and his own SPD social democrat party is poised to expel him - Sarrazin‘s book has gone to the top of the best seller charts.

http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1309561/1-5-Germans-vote-Thilo-Sarrazin-slurs-outraged-country.html
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #67 on: September 08, 2010, 02:00:26 pm »

There will be a Trauermarsch in FFT for freedom of speech!

http://reflexion.blogsport.de/2010/09/08/der-aufmarsch-v/

Quote
Einen „Trau er marsch um die Mei nungs frei heit zur Deut schen Bun des bank“ möch te Mirko Welsch am 09.​09.​2010 in Frank furt am Main ver an stal ten. Er ist Mit in­itia tor einer „Sar ra zin-​Be we gung“, die eine an geb li che Ein schrän kung der Mei­nungs frei heit be klagt, sich mit Thilo Sar ra zin so li da ri siert und Mi gran t_in nen dazu auf for dert, dass sie „sich an pas sen“ müs sen. „Wer hier leben will hat die Pflicht sich ein zu bin den oder ein One-​Way-​Ti cket muss er fol gen“, schreibt der „Or ga ni sa ti­ons be ra ter“ des „Trau er mar sches“, Mirko Welsch, der Sar ra zins The sen durch seine Be ob ach tun gen in „Bur bach oder im un te ren Mal statt in Saar brü cken“ be stä­tigt sieht. Der Auf marsch wird un ter des sen von meh re ren ras sis ti schen In ter­net sei ten, wie zum Bei spiel „Pi-​News“ und „Ge samt rechts“ un ter stützt.
Mirko Welsch nutzt der weil unter an de rem die In ter net platt form „Face book“, um für sei nen Marsch zu wer ben. Dort hetzt Welsch gegen Mi chel Fried man, der Sar ra zins The sen kri ti siert hatte und rät die sem „sich mehr mit sei nen Nut ten-​ und Koks par ties“ zu „be schäf ti gen“. Die an ti se mi ti sche Ein stel lung des selbst er nann­ten „Frei heit li chen“ wird deut lich, als er ver mu tet, dass „Fried mann auf grund sei­ner re li giö sen Zu ge hö rig keit einen Frei brief“ hätte (Screen shot). 

Far more interesting than any undeniably controversial subjects such as biological worldviews and integration is the idea of a Trauermarsch itself. This would somehow imply that a fair culture of debate and discussion was alive and well last month but has recently died due to the mistreatment of Thilo. In effect however, as Broder seems to claim too, I would suggest recent events show that the post-Nazi society has still not developed enough to be able to deal with such theories and arguments. Freedom of speech, a culture of debate and arguably democracy itself have not died but are rather still stuck in puberty and not quite developed enough to play with the adults. In almost all other western democracies there have been Sarrazins, but society has taken it in its stride, political leaders have not felt the need to review books they clearly haven't read and there has been no "witch hunt" atmosphere. Whatever anyone feels about TS, surely the alarming aspect of this issue is German society as a whole and not his book and the impression is given that society is polarised between the "Thilo has to go" fraction on the one side and the "you have to be able to say that" fraction on the other.

I was at an informal dinner and drinks birthday party last week with a range of people and the topic of Thilo came up. Nobody had read the book and most had obviously not listened to the interviews that they claimed to have watched. Everybody was sure that Thilo was a dangerous immigrant-hating racist, everybody was sure that Jews were a religious community and could not share a common genetic heritage, everybody was convinced that social problems were the root cause of all Germany's woes, everybody thought that even a debate about some of the issues in Thilo's book would be pandering to racism and racist by definition, everybody thought that Islam was a multifaceted religion with thousands of variations and everybody was convinced that there were so many positive examples of Turkish integration in Germany to name - however beyond a few footballers and the odd Kebab store, grocery or kiosk owner they did seem a bit vague about any specific people but i did not bother asking.

Now I do not know if these people go home and read his book (I was the only person who said that they might be interested in actually reading it, but otherwise kept out of the conversation), follow PI news everyday, plan to vote Pro-Deutschland or perhaps even secretly hate Turks within their own four walls... but the immediate reflex to distance themselves from Thilo was incredible.

But where as the people I met at the party all publicly hated Thilo for things he probably did not actually say, it seems that half of Berlin think he is correct or at least on to something with his book...

Quote
In Berlin hat Thilo Sarrazin Rückendeckung: Knapp die Hälfte aller Berliner stimmt laut einer Umfrage den Thesen von Bundesbank-Vorstand über muslimische Einwanderer zu. Die andere Hälfte der 1000 Befragten lehnt die umstrittenen Aussagen, wonach die Zuwanderung von Muslimen Deutschland mehr Nachteile als Vorteile bringt, ab. Das ergab eine infratest-dimap-Umfrage im Auftrag von „Berliner Morgenpost„ und RBB-„Abendschau".

16 Prozent der Befragten erklärten, sie stimmten Sarrazins Kernthesen „voll und ganz“ zu, 31 Prozent gaben ihm eher recht. 23 Prozent stimmten ihm „eher nicht“ zu, 26 Prozent ganz und gar nicht. Auffällig: In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen stimmt man Sarrazin kaum zu, nur jeder Vierte teilt sein Misstrauen gegenüber Muslimen.

In den höheren Altersgruppen halten 50 Prozent oder mehr, im Falle der 45- bis 59-Jährigen sogar 55 Prozent, muslimische Einwanderung für negativ. Die ganz Jungen (18 bis 24 Jahre) zeigen sich differenziert. Fast niemand stimmt Sarrazin vollständig zu, dafür sagen 45 Prozent der jüngsten Wähler, Sarrazin habe eher recht.

Unter den Befragten mit Abitur oder Hochschulreife teilt nur jeder Dritte Sarrazins Grundthese. Dagegen stimmt jeder zweite Berliner mit Hauptschulabschluss dem Bundesbank-Vorstand im Grundsatz zu.

Am stärksten ist die Unterstützung für Sarrazin unter den Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss. 56 Prozent teilen in dieser Gruppe seine Kernaussage.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/jeder-zweite-berliner-ist-fuer-sarrazin-article971806.html

Whatever Thilo did actually write in his book (that is allegedly online) it is clear that he has already managed to shit on the positive multicultural images of Germany that the country has been gladly highlighting over the previous years. "Sind wir Schland or Sarrazin?" as the BZ said. Thilo has already pissed on the Schland hype more than all the Antifa demos of the last few years put together and created a very important debate about integration and German national identity. Again my worry here is neither over Thilo nor the debate but the German public's ability to discuss the subject properly.
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
Maverick
Stammuser
Hero Member
*
Posts: 616



« Reply #68 on: September 09, 2010, 02:28:08 pm »

ich hab mich mal am Integrationsbegriff versucht und folgendes Zitat als Ausgangspunkt genommen

Quote
Integration wird immer einseitig – von der Seite des Staates aus – definiert, und zwar so, dass die Leute, von denen Integration gefordert wird, beständig daran scheitern müssen: Sie sind nie gut genug, sie können es auch gar nicht sein. So produziert die Integration ihr eigenes – gewolltes – Scheitern, das dazu dient, bestimmte Bevölkerungsgruppen weiterhin und unablässig unter Beobachtung zu halten.
http://ofenschlot.blogsport.de/2010/09/08/wer-sind-leser-sarrazins/

Hier wäre zu kritisieren, dass der behauptete Zweck – Beobachtung - wohl keine allzu vordergründige Rolle spielen dürfte, dem Staat, der als Garant der bürgerlichen Subjektform und ideeller Gesamtkapitalist auftritt, geht es darum Betriebskosten beständig zu senken und mehr oder weniger den Schein von Freiheit z.B. als Möglichkeit zur „Selbstverwirklichung“ aufrecht zu halten.
Was nun den Deutschen die Selbstverwirklichung ist, die doch nie abgeschlossen, vollständig, nie wirklich sein kann, ist den Migranten die Integration. Denn die behauptete und geforderte Selbstverwirklichung zielt auf Teilhabe an abstrakter Arbeit ab, und hat tatsächlich die Entwirklichung der Individuen zur Folge: als wertsetzendes Substrat der Selbstverwertung des Wertes. Was könnte unwirklicher, sinnloser und vom Leben entkoppelter sein als das Einfügen in einen Prozess absoluten Entfremdung unter dem Diktat von G-W-G`.

Sehr richtig bleibt allerdings die Feststellung des selbstproduzierten Scheiterns da die Integration (wie Selbstverwirklichung), unter Konkurrenzbedingungen organisiert, zwangsläufig Gewinner und Verlierer hervorbringt.
Die wachsender Zahl nicht Integrierter oder Selbstverwirklichter birgt nun die Gefahr des offenem zutage Tretens gesellschaftlicher Widersprüche der unter der Ägide der Kapitalakkumulation organisierten Reproduktion weshalb der Staat auf den Plan tritt.
Unter der Devise „Fördern und Fordern“ der modernen Variante von „Zuckerbrot und Peitsche“ übernimmt der Staat die Verantwortung für die den Integrationsanforderungen nicht gerecht Werdenden. Die anbei geführte „Debatte“ stellt interessanterweise einzig die Verantwortung der Subjekte für das Scheitern in den Mittelpunkt ohne einen Bezug zu den gesellschaftlichen Bedingungen bzw. auf das geradezu einkalkulierte Scheitern Einzelner in der Konkurrenz.
Sie wird geführt unter den Prämissen Kostenreduktion und Effektivierung der Ausbeutung, ganz im Sinne bürgerlicher Rationalität, der die Subjekte letztlich nur Ziffern einer ständig neu auszugleichenden und zu kürzenden Rechnung sind.
Die Integrationsdebatte ist die Reflexion bürgerlicher Vernunft auf ihr eigenes Unvermögen zur Herstellung eines gesellschaftlichen Zustands in dem die Individuen angstfrei und zwanglos die Entfaltung ihrer Potentiale in die Hand nehmen und vorantreiben.

Die im „Angstswitching und Hysteriehopping“ befangenen, sich freiwillig einer scheinbar äußeren Gefahr (der Titel „Deutschland schafft sich ab“ reflektiert das noch mit, die Thesen Sarrazins behaupten aber eine tatsächlich äußere Gefahr, die es zu integrieren gilt) aussetzenden Subjekte, erlangen im Aufgeben und Wiedererlangen von Sicherheit den „thrill“, die Angstlust, der/die für die Integrierten und Selbstverwirklichten bzw. sich darum Bemühenden im Aufgehen im nationalen/kulturellen Kollektiv Auflösung findet, sichere Geborgenheit erlebbar macht.
Diese Integration treibt die erstaunlichsten Blüten in der Behauptung von Identitäten als „deutschDeutsche“ oder „deutschTürken“ und beinhaltet hier die doppelte Negation des Individuums infolge der Identifikation  mit Kultur und Nation.
Gleichzeitig soll das Festschreiben der Andersartigkeit als Kulturzugehörigkeit bei gleichzeitigem Zugeständnis von Zugehörigkeit zum nationalen Kollektiv Ausdruck von Toleranz sein, was weitere narzisstische Identitätsstiftung bewirkt, die jedoch, das zeigt die Sarrazindebatte, in anbetracht der Krisenökonomie auf wackligen Beinen steht und durchaus ins Gegenteil umkehrbar ist.(PI) Die Nichtintegrierbaren werden dann zu Nichtintegrationswilligen bzw. –fähigen gegen die nur noch staatliche Sanktionierung und Erziehung, Zwang und Bevormundung als Integrationsmaßnahmen angemessen scheinen. Wobei festzuhalten wäre, dass derselbe Maßnahmenkatalog gegen nicht-migrantische aus dem Produktionsprozess Herausgefallenen in Anschlag gebracht wird – Sarrazin vereinigt diese Bestrebungen bekanntlich in seinem Wirken.
« Last Edit: September 09, 2010, 05:05:09 pm by Maverick » Logged

100%
DoughnutBoyAndy
Global Moderator
Hero Member
*****
Posts: 3134


Not arrogant, just better!


« Reply #69 on: September 09, 2010, 04:35:38 pm »

A Volltreffer from Broder....

Quote
Deutschland in diesen Tagen - das ist ein Käfig voller Narren, die jede Debatte über Sarrazin mit dem Satz anfangen, dass es sich eigentlich nicht lohne, über ihn zu diskutieren. Das sind gekränkte Autisten und Narzisten, die ihr Hobby, das Gutmenschentum, zum Beruf gemacht haben. Das sind Wirklichkeitsverweigerer, die mit der allergrößten Gewissheit das Klima in 50 Jahren vorhersagen, aber ausrasten, wenn einer die Vorhersage wagt, dass es in 50 Jahren mehr Moscheen als Kirchen in Deutschland geben könnte. Und es sind vor allem späte Widerstandskämpfer, die irgendetwas nachzuholen versuchen, das ihre Vorfahren versäumt haben.

Wenn Klaus Wowereit sagt, man müsse “eine Kante setzen gegen solches Gedankengut”, dann klingt das wie “Wehret den Anfängen!”, so als hätten wir jetzt das Jahr 1933 und als wären die Nazis unterwegs zur Machtergreifung. Es klingt, als möchte er sagen: Wenn schon unsere Eltern und Großeltern damals versagt haben, dann wollen wir heute das Richtige tun. Besser spät als nie. Auch Hitler hat mal klein angefangen, mit einem Buch.

Nun ist Sarrazin so sehr ein Hitler, wie Klaus Wowereit ein Willy Brandt ist. Aber darauf kommt es nicht an. Wer ein “Nazi” ist, das entscheidet die virtuelle Antifa je nach Bedarf.
Ebenso, wer als Opfer der neuen Nazis gelten darf . Dass die Moslems “die Juden von heute” sind, gehört inzwischen zu den Allgemeinplätzen im politisch korrekten Diskurs. Und die Islamophobie ist der neue Antisemitismus.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kante_setzen/
Logged

"Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und Mitorganisator der Proteste am 1. Mai bestreitet einen politischen Hintergrund."
Lt. Aldo Raine
Stammuser
Hero Member
*
Posts: 877


roughneck business!!!


WWW
« Reply #70 on: September 10, 2010, 09:45:10 am »

nice one, henryk!

mittlerweile hat sarrazin dann auch seinen rückzug angekündigt:
Quote
Sarrazin gibt als Bundesbankvorstand auf

"Das hält auf die Dauer keiner durch": Zum Monatsende verlässt Sarrazin die Bundesbank. Eine Abfindung ist unwahrscheinlich.

Der wegen seiner Äußerungen über Migranten umstrittene Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin räumt freiwillig seinen Posten. „Mit Blick auf die öffentliche Diskussion werden die Beteiligten ihre Zusammenarbeit zum Monatsende einvernehmlich beenden“, teilte die Bundesbank mit. Sarrazin bat demnach Bundespräsident Christian Wulff um die Entbindung von seinem Amt. Den Antrag auf eine vorzeitige Entlassung ihres Vorstandsmitglieds zog die Bundesbank zurück.
Sarrazin bestätigte den Vorgang beim Auftakt seiner bundesweiten Lesereise in Potsdam. Im ausverkauften Nikolaisaal las der ehemalige Berliner Finanzsenator vor etwa 700 Gästen aus seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“. Auf die Frage des Moderators nach den Rückzugsmeldungen sagte er: "Das war für mich nicht einfach. Ich habe ein wichtiges Sachthema. Aber ich kann mich nicht mit ganz Deutschland anlegen. Das hält auf die Dauer keiner durch, muss ich ehrlich bekennen."
Der Weggang von der Bundesbank bedeute nicht, dass er von seinen Themen lasse. Aber jetzt könne niemand mehr sagen, „der Bundesbankvorstand Sarrazin hat gesagt“. Vielleicht sei das eine Chance, so Sarrazin, die Debatte "auf sachlicher Ebene" weiterzuführen. Sein Rückzug sei "strategisch".
Sarrazin betonte, die Reihenfolge der jüngsten Entscheidungen sei wichtig. Zunächst habe der Bundesbankvorstand seinen Vorwurf zurückgezogen, dass er Ausländer beleidigt habe. Dann habe die Bundesbank die Bitte an den Bundespräsidenten, ihn seines Amtes zu entheben, zurückgezogen.Danach habe er selbst den Bundespräsidenten gebeten, ihn zum 30. September von seinem Amt zu entbinden.“

Bundespräsident Wulff begrüßte die einvernehmliche Regelung über das Ausscheiden Sarrazins. Der Sprecher des Bundespräsidenten, Olaf Glaesecker, sagte: „Der Bundespräsident wird dem Antrag von Herrn Doktor Sarrazin entsprechen."
In der Mitteilung des Vorstands der Bundesbank heißt es, das Haus und Sarrazin "sind sich ihrer Verantwortung für die Institution Deutsche Bundesbank bewusst“. Man danke Sarrazin „für die von ihm als Mitglied des Vorstands geleistete Arbeit“ und kündigte an, dass sich beide Seiten in dieser Angelegenheit nicht mehr äußern würden.
Sarrazin hatte mit seinen Thesen zur angeblich mangelnden Integrationsfähigkeit von Migrantengruppen und weiteren provokanten Äußerungen für heftige Kritik gesorgt. Er hatte in der hitzigen Debatte über sein umstrittenes Buch davon gesprochen, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen, und vor einer Überfremdung Deutschlands durch weniger intelligente Ausländer gesprochen.
Thilo Sarrazin hat mit seinen Aussagen viele provoziert und Politiker scheinbar motiviert. Selten gab es so viele Vorschläge, wie Zuwanderer besser in Deutschland integriert werden können. WELT ONLINE dokumentiert die Ideen:
Nach Angaben der Linkspartei, die sich auf ein Schreiben des Finanzministeriums bezog, steht Sarrazin bei einer Vertragsauflösung keine Abfindung zu. Der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), habe mit seinen Auskünften zu der Abfindung auf eine Anfrage des Linken-Chefs Klaus Ernst reagiert, sagte ein Linken-Sprecher. Linken-Vizeparteivorsitzende Katja Kipping mahnte die Bundesregierung, keinerlei finanzielle Entschädigungen für Sarrazin in Betracht zu ziehen: „Alle Verantwortlichen in Regierung und Bundesbank sind in der Pflicht, einen goldenen Handschlag für Sarrazin auszuschließen“, sagte sie dem „Hamburger Abendblatt“. Sie forderte die Offenlegung aller diesbezüglichen Angebote und Absprachen.
Unterdessen ging die Diskussion um einen Parteiausschluss Sarrazins weiter. In der SPD sprach sich der Vorsitzende der Partei im Südwesten, Nils Schmid, deutlich für einen Ausschluss aus. „Es wäre fatal, wenn die Partei nicht gegen Sarrazins rassistische Thesen vorgehen würde“, sagte Schmid der „Stuttgarter Zeitung“. Nach einer am Vortag veröffentlichten Umfrage fiel die SPD durch die parteiinterne Diskussion um Sarrazins Ausschluss in der Wählergunst mit 25 Prozent auf ihren schlechtesten Wert seit Mitte Mai.
dpa/AFP/Reuters/cn/toto
quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article9511590/Sarrazin-gibt-als-Bundesbankvorstand-auf.html?wtmc=plista

und ein...uhm...interessanter bericht vom auftakt der sarrazin-lesereise in potsdam:
Quote
Sarrazin in Potsdam – "Thilo ist einer von uns!"
Der Auftakt von Sarrazins Lesereise geriet turbulent. Manchen Besuchern erschien er als Heilsbringer, anderen als Rassist.

Von Christina Brüning
Thilo Sarrazin beginnt seine Lesereise mit einem Scherz. „Danke für den Applaus, aber Sie wissen doch noch gar nicht, was ich sagen will!“ Es ist kurz nach 20 Uhr und im voll besetzten Nikolaisaal in Potsdam erschallt Gelächter. Die Anspannung ist gebrochen. Ruhe kehrt ein.
Alle Blicke richten sich gebannt auf ihn – den derzeit wohl umstrittensten Menschen in Deutschland. Aufgestützt, den linken Fuß lässig über den rechten gekreuzt, lehnt Sarrazin am Rednerpult. Tosender Applaus und Bravo-Rufe haben ihn im Saal empfangen. Er scheint es zu genießen. Vor der Tür war die Stimmung eine andere. Dort wurde er auf den paar Metern von seiner Limousine ins Haus beschimpft und ausgepfiffen.
Den ganzen Nachmittag schon hatte sich die kleine Wilhelm-Staab-Straße in der Potsdamer Altstadt von einer hübschen Gasse mit gelben Häuschen und Kopfsteinpflaster in einen Frontverlauf verwandelt. Die erste Front bildete sich schon um halb fünf. Da trafen die ersten Leute vor der Tür des Veranstaltungssaals ein, in der Hoffnung, noch eine Karte der hoffnungslos ausverkauften Lesung zu bekommen. Je mehr vornehmlich ältere Herren eintrafen, desto gereizter wurde die Stimmung. Jeder will der erste sein. Eine Dame ist eigens aus Hannover angereist. Sie hatte bereits eine Karte für die Lesung in Hildesheim gekauft. Dort sollte eigentlich der Auftakt von Sarrazins Lesereise stattfinden. Doch aus Angst vor Übergriffen wurde sie abgesagt. „Ich will ihn sehen“, sagt die Hannoveranerin. Wenn es sein muss, dann halt in Potsdam.

Dann kamen die Journalisten. Zeitungen, Radio, Fernsehen. Aus ganz Deutschland. Aus ganz Europa. Polnische Kamerateams machen die ersten Aufnahmen zwischen den Ü-Wagen der TV-Sender, Fotografen schleppen ihre Ausrüstung. Französische Journalistinnen befragen Passanten. Die Straße ist voll mit Medien und Polizei. Etwa 300 Beamte sichern an diesem Abend den Auftritt des Noch-Bundesbankers und beaufsichtigen seine Gegner. Und seine Anhänger.

„Thilo, führe uns!“, steht auf den Schildern von vier Neonazis mit dunklen Sonnenbrillen und Bomberjacken, die sich plötzlich neben den um Karten Anstehenden aufbauen. Wo sie auf einmal hergekommen sind, hat keiner gesehen. Doch so schnell sie gekommen sind, so schnell sind sie auch von Polizisten umzingelt, die sie langsam zurückdrängen und vom Geschehen abschneiden. „Wenn man Thilo unterstützen will, schreitet die Staatsgewalt ein!“, murmelt einer der Nazis genervt. Dann beginnt er zu brüllen „Thilo ist einer von uns!“, seine Kumpane stimmen ein. Es dauert eine Weile, bis die Polizisten sie ruhig gestellt haben.
Auf der gegenüberliegenden Seite sammeln sich gegen 18 Uhr die ersten Sarrazin-Gegner, auch Schaulustige bleiben stehen, manche haben sich sogar Bier mitgebracht. Da entbrennt an einer anderen Ecke schon die nächste Auseinandersetzung: Ein Gegendemonstrant streitet sich mit einem Sarrazin-Fan. „Verstehen Sie doch, der Kerl ist ein Populist!“, ruft er aufgebracht. Werner Müller kann sich auch nach dieser Auseinandersetzung gar nicht beruhigen. „Ich bin so ärgerlich über das, was hier passiert“, sagt der 56-Jährige aus Berlin-Kreuzberg. „Die Leute und die Medien tanzen um Sarrazin wie um das Goldene Kalb.“

Die Stimmung ist aggressiv. Überall geraten Anhänger und Gegner von Thilo Sarrazin aneinander. Mit knapp einer halben Stunde Verspätung beginnt um 18:54 Uhr die Gegendemonstration. „Wir fordern die Veranstalter auf, die Lesung abzusagen“, schallt es über Lautsprecher in die Gasse. Die Demonstranten dürfen mit ihren Lautsprecherwagen nicht in die Wilhelm-Staab-Straße fahren. „Keine Plattform für Rassisten!“, schallt es weiter. Dann ertönt Musik, später sind es Trillerpfeifen.
Gegenüber dem Nikolaisaal werden jetzt Transparente entrollt. „Deutschland schafft sich ab – Endlich!“, steht darauf. Die Demonstranten halten Zettel in die Höhe auf denen das Wort „Rassist“ unter dem Konterfei Sarrazins prangt. „Kommunisten! Haut ab!“, ruft ein Mann den Demonstranten zu, doch die achten nicht auf den alten Herrn am Stock, sie stehen und sind friedlich. „Komm, wir gehen linke Zecken angucken“, sagt eine junge Frau und zieht ihren Freund am Arm hinter sich her, vorbei an Wolfgang Schulz mit seiner Familie. Schulz wohnt in der mittlerweile prall gefüllten Straße. Er wundert sich über den Rummel, freut sich aber über die Demonstranten. „Es ist wichtig, dass es Gegenstimmen gibt, das wäre sonst eine Schande für Potsdam“, sagt der 60-Jährige.
Ab sieben Uhr strömen die Besucher in den Eingang, der von Bodyguards versperrt wird. Vor ihnen hat sich ein Spalier von Sarrazin-Gegnern gebildet. Einige versuchen, mit den Besitzern von Eintrittskarten eine Diskussion anzufangen, manche schimpfen nur. „Ich bin hier, um Authentizität zu erleben“, verteidigt sich ein Besucher. „Ich will den sehen, der endlich die Stimme erhebt gegen das, was in diesem erbarmungswürdigen Land passiert!“
Sarrazin, der Heilsbringer. So sehen ihn hier viele. Er kommt erst kurz vor Beginn der Veranstaltung in einem dunklen BMW. Vorne, hinten, rechts, links Polizei. Bodyguards schützen ihn. „Die sind eine gute Sache“, sagt Sarrazin später in der Diskussion. Mehrfach spricht er von dem enormen Druck, den er derzeit aushalten müsse. „Diese Situation hält auf die Dauer keiner aus“, sagt er schließlich als Begründung für seinen Rücktritt und wirkt erleichtert. Doch bevor es heraus ist, zierte er sich, minutenlang. Und er sagt: „Ich bin der Michael Kohlhaas der Republik.“ Es sei ein „strategischer Rückzug“. „Ich werde jetzt Themen beackern, die mir wichtig sind.“
„Ich wollte immer verstehen und gestalten“, beginnt Sarrazin seinen fünfzehnminütigen Vortrag. Es sei ihm nie um einzelne Aspekte gegangen, immer um Analyse. Dann rechtfertigt er sich gegen Kritiker, die sagen, er sei ein Menschenfeind – und lobt sich dabei auch ein wenig. „Wenn man dem Staat so lange dient, bleibt es nicht aus, dass man ihn liebt – und das Staatsvolk auch.“ Die Besucher im Saal hängen an seinen Lippen.
„Wann gründen Sie die Partei der aufrechten Deutschen? Ich möchte Mitglied werden!“, lautet die erste Wortmeldung nach Sarrazins Ausführungen zu seinem Buch. Sie geht in Jubel unter, aber auch einige Buhrufe sind zu hören. „Ich bin Mitglied der aufrechten, sozialdemokratischen Partei Deutschlands“, antwortet Sarrazin. „Die aktuelle Diskussion muss in den Volksparteien geführt werden.“
quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article9515854/Sarrazin-in-Potsdam-Thilo-ist-einer-von-uns.html
« Last Edit: September 10, 2010, 10:00:10 am by Lt. Aldo Raine » Logged

"DONNY!...We got a German here who wants to die for his country. Oblige him!"
MonAmour
Full Member
***
Posts: 155


« Reply #71 on: September 10, 2010, 10:50:05 am »

Dass Sarrazins Gerede nicht mitunter rassistisch ist, würde ich aber nicht leugnen. Wobei für die Leute, die ihn kritisieren, alles mögliche rassistisch ist.
Logged

Lt. Aldo Raine
Stammuser
Hero Member
*
Posts: 877


roughneck business!!!


WWW
« Reply #72 on: September 10, 2010, 11:27:51 am »

wie du schon angedeutet hast, geht es m.e. zunächst und vor allem um den bockmist, welchen die deutsche anti-sarrazin-front verzapft. deswegen bleiben sarrazins inhalte zum großen teil unterbeleuchtet (in dem sarrazin-artikel aus der bahamas wird allerdings einiges material beigebracht), weswegen ich hier auch gar nichts "leugnen" will. nicht von der hand zu weisen ist, dass es bei sarazin problematische aussagen gibt  - um das ganze aber weniger im nebulösen zu halten, müsste man vielleicht doch das buch von sarrazin lesen (er selber verweist zur klärung der vorwürfe gegen ihn immer wieder auf die zusammenhänge, die er in seinem buch herzustellen versucht hat), was zumindest ich bis dato aber eher verschoben habe.
« Last Edit: September 10, 2010, 01:29:30 pm by Lt. Aldo Raine » Logged

"DONNY!...We got a German here who wants to die for his country. Oblige him!"
MonAmour
Full Member
***
Posts: 155


« Reply #73 on: September 10, 2010, 11:39:58 am »

wie du schon angedeutet hast, geht es m.e. zunächst und vor allem um den bockmist, welchen die deutsche anti-sarrazin-front verzapft. deswegen bleiben sarrazins inhalte zum großen teil unterbeleuchtet (in dem sarrazin-artikel aus der bahamas wird allerdings einiges material beigebracht), weswegen ich hier auch gar nichts "leugnen" will. nicht von der hand zu weisen ist, dass es bei sarazin problematische aussagen gibt  - um das ganze aber weniger nebulös zu halten, müsste man vielleicht doch das buch von sarrazin lesen (er selber verweist immer wieder auf die zusammenhänge, die er in seinem buch herzustellen versucht hat), was zumindest ich bis dato aber eher verschoben habe.


Um das Material in Wertmüllers Artikel ging es mir auch vornehmlich. Da werden einige Zitate angeführt, die zumindet eine "Rassifizierung", wie Wertmüller sie nennt, belegen. Wenn das Buch endlich bei mir ankommt (es hat eine für Amazon ungewühnlich lange Lieferzeit) wäre es sinnvoll, das hier zu diskutieren und an Zitaten zu belegen. Eventuell sollte man dafür auch einen gesonderten Thread aufmachen.
Logged

Doc Holliday
Administrator
Sr. Member
*****
Posts: 396


I'm your huckleberry


« Reply #74 on: September 10, 2010, 11:52:11 am »

Quote
"Fauler Kompromiss" – Zentralrat der Juden empört

Die Organisation hält es für eine "Schande", dass Sarrazin nicht hinausgeworfen wurde. Damit sei eine wichtige Chance verpasst worden.

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat die Verständigung auf einen freiwilligen Rückzug des umstrittenen Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin scharf kritisiert. Hierbei handele es sich um eine politische „Bankrotterklärung“, sagte Kramer.

Er fügte hinzu: „Die Chance, mit einem Rauswurf Sarrazins eine klare Linie zu ziehen, dass solcher Rassismus in unserer Gesellschaft nicht tolerierbar ist, wurde verpasst.“ Stattdessen gebe es nun einen „faulen Kompromiss“, der „eine Schande“ für das ganze Land sei.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9526052/Fauler-Kompromiss-Zentralrat-der-Juden-empoert.html

Er nu' wieder...
Logged

"USA, USA, USA!!!" Homer Simpson
Pages: 1 ... 3 4 [5] 6 7
  Print  
 
Jump to:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2011, Simple Machines Valid XHTML 1.0! Valid CSS!